Nachlese BiBo-Tour 2010 – zweiter Tag
Geschrieben von RP am 18. Mai 2010 | Abgelegt unter BiBo-Treffen 2010
Nachlese Freitag
Wer früh ins Bett verschwindet, der kriecht auch früh wieder daraus hervor. So habe ich gegen 7Uhr eine einen kleinen Spaziergang durch das Dorf Corbion in angriff genommen. Dabei war ich in der Hauptsache auf der Suche nach Tränken für den Abend die eine geeignete Alternative zum Hotel sein könnten. Wie es immer auf den BiBo-Touren ist, man trifft sich morgens im Dorf. In diesem Fall lief mir das Cheffchen über den Weg und so wählten wir gemeinsam eine Pinte für den Abend aus (eine herzlich überflüssige Tätigkeit *g*). Der Hunger trieb uns ins Hotel, besser gesagt in den noch gar nicht geöffneten Frühstücksraum. Denn diese Mahlzeit durften wir gemeinsam mit den anderen Hotelgästen einnehmen
. Der Service hat uns dennoch schon mit Kaffee versorgt, auch wenn Brötchen & Co noch fehlten. Aber egal, man muß eben Prioritäten setzen. Das Frühstücksbuffet ging voll in Ordnung! Man mußte sich die Eier selbst kochen (war übrigens für die ganze Mannschaft mein Job), dafür gab’s endlich mal weiche Frühstückseier in einem Hotel *legger*. Nach und nach fand sich der Rest unserer Truppe im sonst noch leeren Frühstücksraum ein, so lässt es sich angenehm tafeln. Alle hatten ganz gut geschlafen obwohl uns eine Dorfdisse (im Zelt!) bis tief in die Nacht begleitet hatte. Bei Bedarf kann ich jetzt noch die Playliste der Nacht rezitieren (DJ Ötzi meets Britney Spears). Egal, mein Frühstück war ausgiebig, das von Cheffchen und Claudia noch ausgiebiger. Daß in so schmale Personen so viel Kram rein passt *grusel*. Nach de Frühstück ging es zügig auf die Moppeds. Ab nun war Cheffchen der Pfadfinder und versuchte die Routen von Lore so gut wie möglich zu treffen oder auch mal zu verfehlen wenn es angebracht schien. Denn schon der Einstieg im Dorf endete an einem Schotterweg und es begannen die Lektionen im Wenden auf Wald-, Feld- und Schotterwegen. So haben wir mit mehreren Versuchen dann doch dauerhaft das Dorf verlassen und uns auf den Weg in die Ferne gemacht.
Zunächst dominierten kleine und kleinste Pfade die für jeden, der keine Enduro fährt, im Bockspringen endete. Okay, ich leider gerne am Sportfahrwerk, es war aber wirklich ein Schlaglochslalom. Dazu kam dann nach und nach der Regen, die Klamotten wurden feuchter und damit noch kälter.

Dabei war der (weibliche) Kampf um eine Toilette ein Dauerthema, am ADW muß man wohl recht konsequent alle Gelegenheiten für Aufwärmen, Kaffee und Stuhlgang nutzen. So drehten wir unsere Runde und vergaßen irgendwie darüber so was wie eine Mittagspause.
Das Ergebnis war ein Rudel hungrige Wölfe die erschöpft, müde und absolut durchgefroren (ja, MIR war kalt!) im Hotel aufschlugen. Nach einem schnellen Umziehen (für einige mit Umweg durch eine heiße Badewanne) und einem oder zwei Bierchen in der Club-Zone stand auch schon das Essen an. Als Amuse-Gueule wurde diesmal eine Auster gereicht.
Was man daran geschmacklich besonders finden soll blieb mir ein Rätsel, schmeckte nach Meerwasser und sonst nichts. Das weitere Menü gab’s wieder im Nebenraum. Verdächtig war nur daß unser Tisch in Richtung Kamin gerückt war … sollten wir uns dauerhaft doch besser benehmen????
Das Menü: Sauerampfersuppe, Gänseleberpastete (fettig aber lecker!), Seezunge und einen Windbeutel mit Erdbeeren. Das Essen war wieder sehr gut und passte irgendwie nicht so ganz zu unserem Hang zum Bier. Hier sei zu erwähnen daß Ralf mit Kappe getafelt hat, wir befürchteten also das nächste Essen bestenfalls IM Kamin einnehmen zu müssen. Nach dem Essen nahmen wir noch ein Bier in der Club-Zone und dann … dann war klar das die Auswahl einer Pinte hirnlos war, alle strebten ins Bett oder zumindest in die Wanne und dann ins Bett. Die Kälte, der Regen und die Strecke hatten uns völlig geschafft. Nur Cheffchen muckte ein wenig, hatte aber keine Lust alleine durch die Pinten des Dorfes zu ziehen. Per SMS kam die Hiobsbotschaft: Lore wird überhaupt nicht mehr aus Köln wegkommen: [b]K[/b]eine [b]T[/b]ausend Kilo[b]M[/b]eter
.
Fazit des Tages: Sehenswürdigkeiten können Klos haben (wir wissen es bloß noch nicht sicher), auch ein RP kann vor Kälte kapitulieren (siehe Lotto-Kaffee), offene Hosenställe gibt es auch in Belgien, zumindest eine Kleinigkeit zu Mittag ist wichtig und bitte keine Bilder!


